
Ich muss leisten, um gesehen zu werden.
Warum ständiges Funktionieren dich immer weiter von dir entfernen kann – und was sich verändert, wenn du anfängst, dir selbst wieder Zeit zu geben.
Ich muss den Haushalt machen.
Ich muss arbeiten.
Ich muss noch die Überstunden erledigen.
Ich muss Sport machen.
Ich muss mich gesund ernähren.
Ich muss produktiv sein.
Ich muss mich kümmern.
Ich muss mehr schaffen.
Ich muss. Ich muss. Ich muss.
Und irgendwann besteht ein ganz normaler Tag gefühlt nur noch aus Dingen, die erledigt werden müssen.
Das Problem ist dabei nicht, dass wir Verantwortung übernehmen. Natürlich gibt es Dinge, die getan werden müssen. Bewegung kann unserem Körper guttun. Eine ausgewogene Ernährung kann uns guttun. Rechnungen bezahlen sich nicht von allein und manchmal muss eben auch die Waschmaschine laufen.
Darum geht es nicht.
Es geht um dieses ständige innere Müssen.
Um den Druck dahinter.
Um dieses Gefühl, dass das, was du heute geschafft hast, eigentlich immer noch nicht genug war.
Und um die Frage:
Für wen versuchst du eigentlich die ganze Zeit, genug zu sein?
Wenn aus einem vollen Leben ein permanenter Leistungstest wird
Wir vergleichen unglaublich viel.
Mit dem Menschen, bei dem die Wohnung scheinbar immer perfekt aussieht.
Mit der Frau, die fünfmal pro Woche Sport macht.
Mit dem Kollegen, der gefühlt problemlos noch drei Projekte zusätzlich übernimmt.
Mit Menschen, die gesund kochen, meditieren, erfolgreich arbeiten, Kinder großziehen, reisen, Freunde treffen und dabei scheinbar trotzdem immer entspannt aussehen.
Und dann schauen wir auf unser eigenes Leben.
Auf die Wäsche.
Auf den vollen Kalender.
Auf das Training, das wir heute nicht geschafft haben.
Auf das Chaos in der Küche.
Und plötzlich wird aus:
„Heute war einfach viel.“
ein:
„Warum bekomme ich mein Leben nicht besser hin?“
Genau dort beginnt Leistung, etwas mit unserem eigenen Wert zu machen.
Ich dachte jahrelang, ich müsste mehr machen, um gesehen zu werden
Ich kenne dieses Gefühl sehr gut.
Mir ging es jahrelang so, dass ich das Gefühl hatte, immer mehr machen zu müssen.
Mehr leisten.
Mehr gefallen.
Mehr geben.
Mehr funktionieren.
Als würde irgendwann der Punkt kommen, an dem jemand sagt:
Jetzt sehe ich dich. Jetzt bist du genug.
Also habe ich weitergemacht.
Und weitergemacht.
Und trotzdem hatte ich immer wieder dieses Gefühl:
Ich werde nicht gesehen.
Ich habe mich gefragt, warum.
Warum sehen andere nicht, wie viel ich mache?
Warum reicht es trotzdem nicht?
Warum habe ich immer noch das Gefühl, noch etwas drauflegen zu müssen?
Und irgendwann wurde mir etwas bewusst, das für mich sehr viel verändert hat:
Wie sollen andere mich sehen, wenn ich selbst ständig an mir vorbeilebe?
Ich wollte von außen etwas bekommen, das ich mir selbst kaum gegeben habe:
Aufmerksamkeit.
Zeit.
Wertschätzung.
Raum.
Der Glaubenssatz hinter dem ständigen Leisten
Hinter diesem Muster können sehr unterschiedliche innere Überzeugungen liegen.
Zum Beispiel:
Ich muss leisten, um wertvoll zu sein.
Ich muss etwas tun, damit ich gesehen werde.
Ich darf niemanden enttäuschen.
Ich muss nützlich sein.
Wenn ich nichts tue, bin ich faul.
Erst wenn alles erledigt ist, darf ich mich ausruhen.
Und gerade der letzte Satz ist tückisch.
Denn wann ist wirklich alles erledigt?
Der Haushalt ist morgen wieder da.
Die nächste E-Mail kommt.
Das nächste Projekt wartet.
Irgendetwas könnte immer noch optimiert werden.
Wenn deine Erlaubnis zur Ruhe davon abhängt, dass vorher nichts mehr offen ist, wirst du wahrscheinlich ziemlich lange auf diese Ruhe warten.
Pause ist kein Freibrief, dein Leben liegenzulassen
Sich selbst Raum zu geben bedeutet nicht:
Alles egal.
Keine Verantwortung mehr.
Nur noch auf der Couch liegen.
Nicht mehr bewegen.
Sich nur noch von Dingen zu ernähren, die einem langfristig überhaupt nicht guttun.
Darum geht es nicht.
Soulpeace bedeutet für mich nicht, Verantwortung abzugeben.
Im Gegenteil.
Es bedeutet, bewusster Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen.
Und dazu gehört auch, zu erkennen, wann ich etwas tue, weil es mir wirklich wichtig ist.
Und wann ich etwas tue, weil eine innere Stimme permanent schreit:
Du musst noch mehr.
Was brauchst du eigentlich?
Diese Frage klingt so simpel.
Und trotzdem beantworten viele Menschen sie kaum noch.
Nicht:
Was müsste ich heute noch erledigen?
Nicht:
Was würden andere von mir erwarten?
Nicht:
Was wäre jetzt besonders produktiv?
Sondern:
Was brauche ich gerade?
Braucht mein Körper Bewegung?
Dann bewege ich ihn.
Braucht mein Körper Ruhe?
Dann darf auch das eine bewusste Entscheidung sein.
Brauche ich heute ein ordentliches Zuhause, weil mir Ordnung wirklich guttut?
Oder putze ich gerade verbissen, weil ich glaube, dass ich erst entspannen darf, wenn alles perfekt aussieht?
Es geht nicht darum, keine Dinge mehr zu tun.
Es geht darum, wieder wahrzunehmen, aus welchem inneren Ort heraus du sie tust.
Meine eine Stunde Me-Time am Tag
Für mich wurde irgendwann eine ganz einfache Entscheidung unglaublich wichtig:
Ich nehme mir jeden Tag eine Stunde nur für mich.
Eine Stunde.
Nicht für Arbeit.
Nicht für Haushalt.
Nicht dafür, irgendetwas vorweisen zu können.
Nicht dafür, produktiv zu sein.
Sondern für Dinge, die mir Freude machen.
Manchmal habe ich gemalt.
Manchmal habe ich mir ganz bewusst Zeit für Skincare genommen.
Ich habe ein heißes Bad eingelassen.
Gelesen.
Gepuzzelt.
Im Garten gelegen.
Mich gesonnt.
Musik gehört.
Einfach etwas gemacht, weil ich es schön fand.
Nicht weil es mir irgendetwas „gebracht“ hat.
Und genau das war für mich wahrscheinlich einer der wichtigsten Punkte.
Denn plötzlich musste selbst diese Stunde keinen Zweck erfüllen.
Was diese Stunde in mir verändert hat
Diese tägliche Stunde war äußerlich betrachtet nichts Spektakuläres.
Aber innerlich hat sie sehr viel verändert.
Denn ich habe mir jeden Tag durch mein eigenes Verhalten gesagt:
Du bist mir wichtig.
Nicht erst, wenn alles erledigt ist.
Nicht erst, wenn du genug gearbeitet hast.
Nicht erst, wenn andere zufrieden mit dir sind.
Jetzt.
Und genau dadurch hat sich mein Verhältnis zu mir selbst verändert.
Ich habe angefangen, mich ernster zu nehmen.
Meine Bedürfnisse überhaupt wieder wahrzunehmen.
Mir selbst Aufmerksamkeit zu geben.
Mich nicht immer ganz hinten auf die Liste zu setzen.
Für mich war das ein wichtiger Teil davon, mehr Selbstliebe und Selbstwert zu entwickeln.
Nicht durch einen schönen Satz im Spiegel.
Sondern durch eine konkrete Handlung.
Ich habe mir selbst Zeit gegeben.
Selbstliebe zeigt sich nicht nur darin, was du über dich denkst
Wir sprechen oft über Selbstliebe, als wäre sie ein Gefühl.
Oder eine Affirmation.
Aber für mich zeigt sie sich sehr stark im Alltag.
Nehme ich mich ernst?
Höre ich auf mich?
Mache ich Pausen, bevor ich völlig erschöpft bin?
Erlaube ich mir Dinge, die einfach Freude machen?
Setze ich Grenzen?
Treffe ich Entscheidungen, die zu meinem Leben passen?
Oder sage ich mir jeden Morgen:
Heute bist du wieder zuletzt dran.
Selbstliebe wird irgendwann sehr praktisch.
Nicht dein Zeitmanagement ist immer das Problem
Manchmal versuchen wir, ein inneres Problem mit noch besserer Organisation zu lösen.
Noch ein Kalender.
Noch eine Routine.
Noch eine To-do-App.
Noch effizienter arbeiten.
Damit am Ende endlich Zeit für uns übrig bleibt.
Nur:
Wenn tief in dir die Überzeugung sitzt,
„Ich darf erst ruhen, wenn alles erledigt ist“,
dann wirst du auch einen perfekt organisierten Kalender wieder vollständig füllen.
Das eigentliche Thema liegt dann nicht im Kalender.
Es liegt in der inneren Erlaubnis.
Von „Ich muss“ zu „Ich wähle“
Eine Frage, die vieles verändern kann, ist:
Möchte ich das, was ich gerade tue, wirklich?
Und wenn die Antwort Nein lautet, bedeutet das nicht automatisch, dass du morgen alles hinschmeißen musst.
Aber du kannst weiterfragen:
Warum tue ich es dann?
Welche Angst steckt dahinter?
Welche Überzeugung hält mich dort?
Welche Verantwortung habe ich tatsächlich – und welche habe ich mir selbst zusätzlich auferlegt?
Was könnte ich verändern?
Manchmal ist es eine kleine Grenze.
Manchmal eine Pause.
Manchmal ein Gespräch.
Manchmal ein Glaubenssatz.
Und manchmal ist es irgendwann tatsächlich ein Job, eine Beziehung oder eine Lebensweise, bei der du merkst:
Das bin ich nicht mehr.
Du darfst dein Leben neu wählen
Ich glaube daran, dass wir unser Leben immer wieder hinterfragen dürfen.
Nicht aus permanenter Unzufriedenheit.
Sondern aus Bewusstsein.
Passt das noch zu mir?
Will ich das wirklich?
Wie möchte ich leben?
Wie möchte ich mich fühlen?
Welche Person möchte ich in meinem eigenen Leben sein?
Und was müsste ich dafür heute anders wählen?
Du musst nicht alles von heute auf morgen verändern.
Aber du kannst anfangen, dich selbst wieder in deine Entscheidungen einzubeziehen.
Eine kleine Soulpeace-Einladung für dich
Wenn du dich in diesem Text wiedererkennst, probiere für die nächsten sieben Tage etwas aus:
Reserviere dir eine Stunde pro Tag nur für dich.
Keine produktive Stunde.
Keine Stunde für Sport, wenn Sport für dich gerade wieder nur eine weitere Pflicht ist.
Keine Stunde zum Abarbeiten.
Eine Stunde, in der du dich fragst:
Was würde mir jetzt wirklich Freude machen?
Vielleicht sind es bei dir keine 60 Minuten.
Dann beginne mit 30.
Entscheidend ist nicht die perfekte Zahl.
Entscheidend ist die Botschaft dahinter:
Ich komme in meinem eigenen Leben auch vor.
Und beobachte einmal, was diese Entscheidung in dir auslöst.
Ruhe.
Widerstand.
Schuldgefühle.
Oder den Gedanken:
Dafür habe ich doch keine Zeit.
Gerade dann lohnt es sich, genauer hinzusehen.
Wenn hinter deinem Leistungsdruck mehr steckt
Manchmal wissen wir längst, dass wir weniger Druck wollen, und trotzdem verändert sich das Muster nicht.
Dann kann es sinnvoll sein, tiefer zu schauen:
Welche Überzeugung hält mich darin?
Was glaube ich, würde passieren, wenn ich weniger leiste?
Bin ich dann noch wertvoll?
Werde ich noch gesehen?
Bin ich noch wichtig?
Genau solche tieferliegenden Glaubenssätze können auch Themen in einer ThetaHealing® 1:1 Session sein.
Nicht mit dem Ziel, dich zu einem anderen Menschen zu machen.
Sondern um bewusst hinzusehen, welche inneren Überzeugungen heute überhaupt noch zu dem Leben passen, das du erschaffen möchtest.
Bewusstsein schafft Klarheit.
Verantwortung schafft Freiheit.
Schöpfung erschafft Realität.
Wenn du spürst, dass du tiefer hinschauen möchtest, findest du auf meiner Website weitere Informationen zu ThetaHealing® und kannst dort auch ein kostenloses Erstgespräch anfragen.
Du musst nicht mehr leisten, damit dein Leben dich endlich sieht.
Es beginnt damit, dass du dich selbst wieder siehst.
