Warum ich aufgehört habe, gegen mich zu arbeiten
Warum ich aufgehört habe, gegen mich zu arbeiten
Was meine Entscheidung, Instagram anders zu nutzen, mit Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen zu tun hat
Ich habe es ausprobiert.
Ich habe Reels geplant, Videos aufgenommen, Texte geschrieben und einen Karussell-Post erstellt. Ich habe mich mit Hooks, Formaten, Reichweite und all den Dingen beschäftigt, die angeblich dazugehören, wenn man sich heute ein Business aufbauen und mit seiner Arbeit sichtbar werden möchte.
Nach zwei Reels, einem Karussell-Post und wenigen Tagen wusste ich:
So möchte ich nicht arbeiten.
Manche würden vielleicht sagen, dass ich Instagram länger hätte ausprobieren müssen. Dass ich erst eine Routine entwickeln müsse. Dass es irgendwann leichter werde. Und möglicherweise stimmt das sogar.
Doch manchmal braucht es keine Monate, um zu erkennen, dass ein Weg nicht zu einem passt.
Manchmal reicht es, sich selbst ehrlich zuzuhören.
Wenn eine Aufgabe mehr Energie nimmt, als sie trägt
Reels zu planen, Videos zu drehen, passende Sequenzen auszuwählen, Texte einzublenden, Musik zu suchen und anschließend noch eine Caption zu schreiben, ist Arbeit.
Auch ein guter Karussell-Post entsteht nicht einfach nebenbei. Er braucht eine Idee, einen Aufbau, mehrere gestaltete Seiten, eine klare Botschaft und wieder einen begleitenden Text.
Ich sehe, wie viel Kreativität und Arbeit Menschen in ihre Inhalte investieren. Für manche ist Instagram genau die richtige Plattform. Sie lieben es, vor der Kamera zu stehen, Trends aufzugreifen, kurze Videos zu schneiden und regelmäßig Einblicke in ihr Leben zu geben.
Für mich fühlt sich diese Art der Contentproduktion anders an.
Sie nimmt mir zu viel Zeit. Sie bindet zu viel Energie. Und vor allem bringt sie mich immer wieder weg von der Tiefe, in der ich eigentlich arbeiten möchte.
Meine Arbeit lebt von Gedanken, die sich entwickeln dürfen. Von Zusammenhängen, die Raum brauchen. Von Glaubenssätzen, die selten in sieben Sekunden erklärt werden können. Von Erfahrungen, Erkenntnissen und Fragen, bei denen es um mehr geht als um einen schnellen Impuls zwischen zwei anderen Reels.
Ich möchte Menschen berühren und zum Nachdenken bringen. Ich möchte über Selbstwert, innere Überzeugungen, alte Prägungen, Entscheidungen und bewusste Schöpfung sprechen. Ich möchte erklären, was hinter bestimmten Verhaltensweisen liegen kann und warum wir uns manchmal selbst im Weg stehen, obwohl wir längst wissen, dass wir etwas verändern möchten.
Dafür brauche ich Raum.
Und ich habe gemerkt, dass Instagram für mich gerade nicht dieser Raum ist.
Selbstbewusstsein bedeutet, sich seiner selbst bewusst zu werden
Wir sprechen oft über Selbstbewusstsein, als wäre es eine Eigenschaft, die man entweder besitzt oder eben noch entwickeln muss.
Doch im Wort selbst steckt bereits eine viel tiefere Bedeutung:
Sich seiner selbst bewusst sein.
Das bedeutet, wahrzunehmen, wie sich etwas für mich anfühlt. Zu erkennen, was mir Energie gibt und was dauerhaft an mir zehrt. Zu verstehen, welche Arbeitsweise zu mir passt und wann ich versuche, mich in eine Form zu pressen, nur weil andere Menschen sie für richtig halten.
Selbstbewusstsein beginnt für mich mit ehrlicher Wahrnehmung.
Selbstvertrauen beginnt im nächsten Schritt: wenn ich dieser Wahrnehmung auch glaube.
Ich kann spüren, dass mir etwas nicht guttut, und mich trotzdem jeden Tag weiter dazu zwingen. Ich kann wissen, dass ein Weg nicht zu mir passt, und ihn trotzdem weitergehen, weil alle sagen, dass man es eben so machen müsse.
Oder ich kann mir selbst vertrauen.
Ich kann sagen:
„Ich habe es ausprobiert. Ich habe hingesehen. Ich habe verstanden, was es mit mir macht. Und jetzt treffe ich eine neue Entscheidung.“
Das ist kein Scheitern.
Es ist auch keine mangelnde Disziplin.
Es ist eine Form von Selbstführung.
Warum arbeiten wir so oft gegen uns selbst?
Viele Menschen tun jeden Tag Dinge, die sie unglaublich viel Kraft kosten.
Sie bleiben in Arbeitsweisen, Beziehungen, Gewohnheiten und Lebensmodellen, die längst nicht mehr zu ihnen passen. Sie zwingen sich zu Routinen, die auf dem Papier sinnvoll aussehen, sich im eigenen Leben aber vollkommen falsch anfühlen.
Und häufig stellen sie sich gar nicht mehr die Frage, warum sie diese Dinge überhaupt tun.
Vielleicht, weil man es eben so macht.
Weil erfolgreiche Menschen angeblich genau diesen Weg gehen.
Weil man Angst hat, etwas zu verpassen.
Weil man befürchtet, unsichtbar zu bleiben.
Weil man niemanden enttäuschen möchte.
Oder weil irgendwo der Glaubenssatz wirkt:
„Wenn ich erfolgreich sein möchte, muss ich mich anstrengen.“
„Ich muss durchhalten.“
„Ich darf erst aufhören, wenn ich alles versucht habe.“
„Der richtige Weg muss schwer sein.“
Dann wird das permanente Gegen-sich-Arbeiten irgendwann mit Stärke verwechselt.
Doch wie stark ist es wirklich, jeden Tag die eigenen Grenzen zu übergehen?
Und wie viel Mut braucht es stattdessen, einen Weg zu verlassen, den alle anderen für richtig halten?
Mein Ziel hat sich nicht verändert
Mit der Soulpeace Academy möchte ich Menschen erreichen.
Ich möchte über ThetaHealing®, Glaubenssätze, Selbstwert, innere Arbeit, bewusste Entscheidungen und persönliche Entwicklung sprechen. Ich möchte Menschen auf meine Homepage einladen, ihnen meine Arbeit zeigen und mit ihnen in einem kostenlosen Kennenlerngespräch in einen echten Dialog gehen.
Dieses Ziel bleibt.
Ich verändere lediglich den Weg dorthin.
Ich fühle mich auf Pinterest wohl. Ich liebe es, Pinnwände zu gestalten, Gedanken visuell aufzubereiten und Pins zu erstellen, die Menschen genau dann finden können, wenn sie nach einem bestimmten Thema suchen.
Ich liebe meine Homepage. Sie ist mein Raum. Dort kann ich meine Arbeit in der Tiefe zeigen, die ihr gerecht wird. Dort kann ich Blogartikel veröffentlichen, Zusammenhänge erklären und meine Gedanken vollständig aussprechen.
Vielleicht entstehen daraus irgendwann YouTube-Videos. Vielleicht spreche ich über manche Themen lieber, als sie aufzuschreiben.
Und Instagram?
Instagram darf bleiben. Aber Instagram muss nicht länger das Zentrum meiner Arbeit sein.
Ich kann dort meine Pins teilen, kleine Impulse veröffentlichen und auf meine Homepage verweisen. Ohne ständig neue Formate zu erfinden. Ohne aus jedem Gedanken ein aufwendiges Reel zu machen. Ohne mich einem Arbeitspensum zu unterwerfen, das weder zu meinem Leben noch zu meiner eigentlichen Vision passt.
Ein Pin darf die Tür sein.
Ein Blogartikel darf der Raum sein.
Meine Homepage darf das Zuhause sein.
Und das persönliche Gespräch darf der Ort sein, an dem echte Verbindung entsteht.
Aufgeben oder neu ausrichten?
Natürlich bedeutet Selbstvertrauen nicht, bei jeder unangenehmen Aufgabe sofort aufzuhören.
Manche Dinge fühlen sich herausfordernd an, weil sie neu sind. Manche Schritte machen Angst, weil wir mit ihnen sichtbar werden. Und manchmal liegt hinter dem Widerstand tatsächlich ein Glaubenssatz, der angeschaut werden möchte.
Deshalb braucht es Ehrlichkeit.
Gehe ich gerade einen wichtigen Schritt, der mich wachsen lässt?
Oder zwinge ich mich dauerhaft in eine Arbeitsweise, die meinem eigentlichen Ziel gar nicht dient?
Vermeide ich etwas aus Angst?
Oder habe ich eine Alternative gefunden, die besser zu mir passt und mich trotzdem an mein Ziel bringt?
In meinem Fall bedeutet die Entscheidung gegen aufwendigen Instagram-Content keinen Rückzug aus der Sichtbarkeit.
Ich entscheide mich für eine andere Form der Sichtbarkeit.
Eine Form, bei der ich meine Kraft in Inhalte investieren kann, die meiner Arbeit entsprechen. Eine Form, die mir Freude macht. Eine Form, bei der ich langfristig das Gefühl habe, etwas Wertvolles aufzubauen.
Was würdest du verändern, wenn du dir selbst vertrauen würdest?
Vielleicht gibt es auch in deinem Leben einen Bereich, in dem du ständig gegen dich arbeitest.
Eine Aufgabe, die dich jede Woche aufs Neue erschöpft.
Eine Erwartung, die du erfüllen möchtest.
Eine Routine, die für andere funktioniert, aber nie zu deinem Leben gepasst hat.
Oder ein Weg, den du weitergehst, obwohl du längst spürst, dass es auch anders gehen könnte.
Dann frage dich:
- Was kostet mich dauerhaft mehr Energie, als es mir zurückgibt?
- Warum tue ich es trotzdem?
- Welches Ziel versuche ich damit eigentlich zu erreichen?
- Ist dieser Weg wirklich die einzige Möglichkeit?
- Welche Erwartung glaube ich erfüllen zu müssen?
- Wie könnte ich dasselbe Ziel auf eine Weise erreichen, die besser zu mir passt?
- Welche Entscheidung würde ich treffen, wenn ich meiner eigenen Wahrnehmung vollständig vertrauen würde?
Vielleicht brauchst du nicht noch mehr Disziplin.
Vielleicht brauchst du eine ehrlichere Entscheidung.
Bewusstsein schafft neue Möglichkeiten
Genau hier beginnt für mich bewusste Veränderung.
Zuerst nehme ich wahr, dass ich gegen mich arbeite.
Dann verstehe ich, warum ich es bisher getan habe.
Ich erkenne die Überzeugungen, Erwartungen und Ängste, die mich an diesem Weg festhalten.
Anschließend darf eine neue Vision entstehen:
Wie möchte ich stattdessen arbeiten, leben und entscheiden?
Darauf folgt die Ausrichtung. Ich verändere meinen Weg so, dass er wieder zu mir, meinem Ziel und meiner Energie passt.
Und schließlich kommt die Verkörperung: Ich treffe die Entscheidung und beginne, sie wirklich zu leben.
Genau das bedeutet Soulpeace für mich.
Das eigene Leben jeden Tag bewusster auf die Person auszurichten, die man sein möchte.
Nicht, indem wir jeder Herausforderung ausweichen.
Sondern indem wir lernen zu unterscheiden, welche Herausforderung uns wachsen lässt – und an welcher Stelle wir uns selbst verlassen, nur um einem fremden Bild von Erfolg zu entsprechen.
Meine Entscheidung steht:
Ich werde meine Energie stärker in meine Homepage, meinen Blog, Pinterest und die Inhalte investieren, die meiner Arbeit wirklich Raum geben.
Instagram darf leicht sein.
Meine Arbeit darf tief sein.
Und mein Weg darf zu mir passen.
Erinnern. Erschaffen. Verkörpern.
Wenn du selbst spürst, dass du in einem Bereich deines Lebens immer wieder gegen dich arbeitest, können wir gemeinsam anschauen, welche Überzeugungen und inneren Muster dahinterliegen. Über meine Homepage kannst du ein kostenloses Kennenlerngespräch mit mir vereinbaren.
